7. April 2019

flanieren in h.

die eierschalenweiße wand glänzt im irritierten blick der nachmittagssonne und wirft schwere schatten auf die dahinterliegenden wartenden. in der einfahrt, gekühlt von sprossen, die allee erzittert von gefiederten schwingen, kleben worte an der wand, von schwerem teer getränkt und die distribution gebrochener herzen karikierend: es ist genug angst für alle da. // der graue asphalt der straße beginnt zu schwingen, durchbricht die metamorphose vereinzelter kausalketten und spaltet spröde lippen an denen finger kleben wie hubba bubba grün. // ich beuge mich hinab um die fasrige oberfläche der pfützen zu betrachten, drehe mich in linien um die hohen knospen wild wuchernden rhododendrons, der sich von hinterlassenschaften der fetten hunden nährt, die sich in diesen teilen der stadt immer häufiger blicken lassen. // in einem glasumfassten vorraum kniet ein alter mann auf seinem stuhl und knetet die brechenden finger. in seiner wärme suhlt sich das vergessen der nation.

die tankstelle brennt rosiges licht in die dämmerung, feuert scheinheilig schwimmende physalis in einen zustand vollkommender fassungslosigkeit, die sich durch die wohnung des hässlichen mädchens zieht und sie auf der haut hinter ihren ohrläppchen kitzelt. sie bricht ein: in die meere, in den sumpf ihres essenzlosen daseins wahrer emotionslosigkeit. vokale der haltlosen vorstadt in der eigenen unreife. denunzierte milchprodukte. // hinter der lieblichkeit schwebender gärten klebt auf einer orangefarbenen wand: ich kann dir limonade kaufen.